Reflux Behandlung (Sodbrennen)

Dr. Haidinger ist Ihr Ansprechpartner für die Diagnose und die Behandlung von Refluxerkrankungen in Linz und informiert Sie über die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten bei Reflux (Sodbrennen).

Die Refluxkrankheit ist die häufigste Erkrankung des oberen Magen-Darm-Traktes überhaupt. In den westlichen Industrienationen leiden 10 bis 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mindestens einmal wöchentlich an dieser Störung. Häufig wird sie von den Betroffenen nicht ernst genommen. Bleibt jedoch eine angemessene Therapie aus, kann dies ernsthafte Komplikationen nach sich ziehen
Reflux, Magenbeschwerden und Sodbrennen bei Dr. Haidinger behandeln lassen

Was ist eine Refluxerkrankung?

Reflux kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Rückfluss. Gemeint ist damit meist der Rückfluss von Magensäure oder Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophageale Refluxerkrankung).

Beim Essen gelangt die Nahrung durch die Speiseröhre in den Magen. Der Weg vom Magen zurück in die Speiseröhre wird durch einen komplizierten Verschlußmechanismus (unterer Ösophagussphinkter, Zwerchfell) unterbunden. Dies ist wichtig, da der Magen agressive Substanzen zur Verdauung bildet (insb. die Salzsäure).

Die rückfließende Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre. Das macht sich durch:

  • Oberbauchschmerzen
  • Brennende oder stechende Schmerzen hinter dem Brustbein, besonders im Liegen und bei körperlicher Anstrengung und nach bestimmten Speisen
  • Sodbrennen, saures Aufstoßen
  • Schluckbeschwerden
  • Reizhusten und Heiserkeit  (meist durch nächtliches Einatmen von Magensäure-Rückfluß)

bemerkbar.

Untersuchungen bei Refluxerkrankungen

 

Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie)

 

Die körperliche Untersuchung ist häufig ohne besonderen Befund. Die wichtigste Untersuchung ist die Spiegelung der Speiseröhre und des Magens (Ösophagoskopie, Gastroskopie).

Wenn eine Refluxkrankheit vorliegt, kann man die Veränderung meistens direkt sehen. Es können auch Proben zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) gewonnen werden. Bei der Magenspiegelung (Gastroskopie) betrachtet der Arzt die Speiseröhre (Ösophgaus), den Magen (Gaster) und den Zwölffingerdarm (Duodenum) mit Hilfe eines speziellen Endoskops. Deshalb wird diese Untersuchung auch richtiger als Östophago-Gastro-Doudenoskopie (ÖGD) bezeichnet.

Sind spezielle Untersuchungen nötig und sinnvoll ?

Eine Magenspiegelung sollte immer als Grundlage bei Beschwerden, die auf eine Refluxerkrankung schließen lassen, durchgeführt werden. Durch den Spezialisten werden Ihnen dann bei Bedarf weitere Untersuchungen empfohlen werden.

pH Metrie Untersuchung

Die pH Metrie ist eine Säuremessung, bzw. mit speziellen neuen Sonden kann auch zwischen saurem und basischem Reflux unterschieden werden (= Impetanzmanometrie).

Für eine normale Refluxabklärung reicht aber eine herkömmliche pH Metrie üblicherweise völlig aus. Die Messsonde wird über die Nase in die Speiseröhre eingebracht. Sie bleibt dort über 24 Stunden und es ist so möglich, einen Überblick über den ganzen Tagesablauf und auch die Nachtstunden zu erhalten. Vor einer Operation muss die Säurebelastung der Speiseröhre auf jeden Fall bestimmt und bestätigt werden.

Die Manometrie

Manometrie, das heißt Druckmessung , wobei die Drücke im Bereich des unteren Speiseröhrenschließmuskels von höchstem Interesse sind, sowie die Druckkurve in der Speiseröhre selbst.

Herkömmliche Geräte arbeiten mit Wasserdurchlaufsystemen zur Druckmessung. Diese Geräte sind weit verbreitet und für die Abklärung meistens völlig ausreichend. Die Untersuchung ist allerdings langwierig , auch die Auswertung der Untersuchung braucht seine Zeit. In den letzten Jahren sind neue sogenannte „Hochauflösende Manometrien“ entwickelt worden. Diese Geräte verfügen über eine Vielzahl von elektronischen Druckabnehmern. Der Vorteil für den Patienten ist, dass die Untersuchung sehr rasch verläuft, da die Sonde nicht mehr, wie bei den alten Geräten  Stück für Stück zurückgezogen werden muss, sondern die Sonde muss nur einmal richtig platziert werden. Der Patient erhält dann Wasser zum Schlucken und die Druckkurven werden exakt aufgezeichnet.

Die Untersuchung ist nach 5 bis 10 Minuten erledigt. Die erhaltenen Werte sind viel exakter, es kann eine genaue Aussage über die Transportfunktion der Speiseröhre, über den Zustand des Speiseröhrenschließmuskels und auch über einen etwa vorhandenen Zwerchfellbruch gemacht werden.

Eine derartige Untersuchung sollte ebenso immer vor einer Operation durchgeführt werden.

 

 

Röntgenuntersuchung – Schluckakt

Ein Schluckaktröntgen ist nicht unbedingt erforderlich, kann aber bei Bedarf noch zusätzlich gemacht werden. Dabei erhält der Patient Kontrastmittel zum Trinken. Es werden dabei Röntgenaufnahmen gemacht um die Speiseröhre sichtbar zu machen. Wenn man dabei die Lage des Patienten verändert (Kopftieflage), kann ein Rückfluss eindeutig festgestellt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Abklärung der Refluxerkrankung:

 

Diese beantwortet häufig schon die wichtigsten Fragen:

  • Liegt eine Entzündung der Speiseröhre vor?
  • Liegt ein Tumor vor?
  • Liegen Anzeichen der Zylinderepithelmetaplasie oder Barrett Ösophagus vor?
  • Liegen andere Befunde im Magen oder im Zwölffingerdarm vor?

Auf Basis dieser Untersuchungsergebnisse kann entschieden werden, ob direkt mit einer Therapie begonnen werden soll, oder weiterführende Untersuchungen nötig sind.

 

 

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Reflux?

 

Die Therapie der Refluxkrankheit erfolgt zunächst immer konservativ, d.h. ohne Operation. Es werden Medikamente (Säureblocker) verordnet, welche die Magensäureproduktion hemmen.

Unter dieser Therapie klingt die Entzündung in der Speiseröhre meist ab und die Beschwerden hören auf. Bei vielen Patienten treten die Beschwerden jedoch nach Absetzen der Medikamente wieder auf, so dass die Medikamenten-Einnahme häufig lebenslang erfolgen muss. Die Operation ist dann eine sinnvolle Alternative, vor allem bei jungen Menschen, die nicht zeitlebens täglich Medikamente zu sich nehmen wollen.

Eine Operation wird medizinisch auf jeden Fall indiziert, wenn die medikamentöse Therapie keinen Erfolg zeigt, und der Patient weiter unter Beschwerden leidet.

Reflux Therapiemöglichkeiten ohne Operation

Durch den ständigen Entzündungsreiz kann es zu narbigen, einengenden Veränderungen der Speiseröhre kommen, wodurch der Schluckakt erheblich beeinträchtigt werden kann (Refluxösophagitis Grad IV).

Eine weitere Komplikation durch die chronische Speiseröhren-Entzündung ist die Entstehung von Geschwüren (Ulcerationen). Nach langjährigem Krankheitsverlauf verändern sich die Zellen im unteren Teil der Speiseröhre (Barrett Ösophagus). Bei einem Teil der Patienten kann es zum Auftreten eines Ösophaguskarzinoms (Speiseröhrenkrebs) kommen.

Die Operation

Als Alternative zur medikamentösen Therapie besteht die Möglichkeit, auf operativem Weg mechanisch die Verschlussfunktion des unteren Ösophagussphinkters zu unterstützen, bzw. wieder herzustellen. Dabei gibt es derzeit im Wesentlichen  zwei unterschiedliche Zugangsverfahren.

Die eine versucht, auf endoskopischem Weg (ÖGD) durch Naht, Hitze oder Implantation von Fremdmaterial den Verschluss zum Magen hin zu verbessern, die andere Methode erhöht über einen Zugang zum Bauchraum (Laporoskopische Fundoplikatio) den Verschlussdruck am Mageneingang.

Bei den endoskopischen Verfahren stehen Langzeitergebnisse noch aus, sie sollten daher nicht unkritisch angewendet werden. Die Operation wird heute üblicherweise Laparoskopisch durchgeführt, das heißt in Form der Knopflochchirurgie. Die Ergebnisse sind gut, über 90 % der Patienten sind danach sofort und langfristig beschwerdefrei.

Komplikationen nach der Operation

Wenn die Speiseröhre bei der Operation zu stark eingeengt wird, kann es nach der Operation zu Schluckbeschwerden kommen. Bei entsprechender Erfahrung des Operateurs ist dies allerdings selten. Sollte das einmal der Fall sein, so kann die Symptomatik meistens durch eine Magenspiegelung mit gleichzeitiger Dehnung behoben werden. Nur wenn das nicht zum Erfolg führt, muss neuerlich operiert werden.

Eine weitere spezielle Komplikation ist das sogenannte Slipping des Fundoplikates. Das heißt, dass die Manschette nach oben verrutscht Dies muss üblicherweise durch einen neuerlichen operativen Eingriff behoben werden. Es können auch einmal die Nähte reißen, dann löst sich die Manschette auf und der Patient hat wieder die  Entzündungsbeschwerden.

Insgesamt ist zur Operation zu sagen, dass die möglichen Komplikationen bei einem erfahrenen Operateur heutzutage nur sehr selten auftreten und daher sicherlich als  gute Alternative zur Dauereinnahme von Medikamenten anzusehen ist.

 

Tipps & Tricks für Refluxpatienten

 

 

Ernährung bei Refluxerkrankung

 

Eine Umstellung der Lebensgewohnheiten bewirkt meistens eine enorme Erleichterung. Leichte Symptome lassen sich in der Regel dadurch in den Griff bekommen, in den anderen Fällen vermindern sie die Beschwerden beträchtlich:

  • Vier bis sechs kleine Mahlzeiten sind besser als wenige große.
  • Das letzte Essen am Tag sollte knapp ausfallen und drei Stunden vor der Bettruhe eingenommen werden.
  • Kleine, eiweißreiche Mahlzeiten haben einen günstigen Einfluss auf den Schließmechanismus, wie zum Beispiel Naturjoghurt, Rührei oder magerer Fisch.
  • Fett- und zuckerreiche Speisen hingegen beeinträchtigen den Schließmechanismus.
  • Betroffene sollten keinen Alkohol trinken, vor allem abends. Denn Alkohol schwächt den Speiseröhren-Muskel.
  • Aus demselben Grund sind auch zu meiden: Süßigkeiten (besonders Schokolade), süße Getränke, Kaffee, schwarzer Tee, scharfe Gewürze, Zitrusfrüchte und Nikotin.
  • Fettreiche Speisen wie zum Beispiel fette Fleisch-, Fisch-, und Käsesorten, Frittiertes, Chips, Mayonnaise oder Sahnesoßen sollten durch die fettarmen Varianten ersetzt werden, beispielsweise durch mageres, gedünstetes Fleisch, fettarme Käsesorten und Milchprodukte und so weiter.
  • Menschen mit Übergewicht sollten versuchen, ihr Normalgewicht zu erreichen. Denn die überzähligen Pfunde erhöhen den Druck im Bauch – im Liegen kann das dazuführen, dass der Mageninhalt leichter nach oben “gedrückt” wird.

Stärkere oder länger anhaltende Beschwerden müssen ernst genommen und ärztlich behandelt werden. Denn es könnten sich Geschwüre bilden wie auch Narben, die die Speiseröhre verengen.
Noch ein Tipp für die Nacht: Schlafen mit erhöhtem Oberkörper verhindert oder mindert den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre.